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Experimente mit Digicams, Fotovergleiche und mehr
INDEX:
Digitale Fotografie - Hobby, Faszination und Wissenschaft. Hier sammle ich einige interessante und hoffentlich lesenswerte Aspekte rund um dieses Thema.Fuji A303 vs. Canon Ixus V Fuji A310 vs. Kodak DX4530 Fuji A310 vs. Konica KD-400Z Fuji E550 vs. Fuji S1000fd Fuji S6500fd vs. Fuji E550 Fuji S6500fd vs. Panasonic DMC-FZ5 Fuji S6500fd vs. Panasonic DMC-FZ50 Fuji S6500fd vs. Sony Alpha 230 Fuji E550 vs. Fuji Z20fd Fuji E550 vs. Fuji J30 Fuji S6500fd vs. Olympus E-420 Zoom Test Allgemeines
Der Bildsensor
Wichtig, aber nicht das Wichtigste, und trotzdem dreht sich alles um ihn - den Bildsensor. Je mehr Pixel umso besser. Stimmt das?Dazu kann ich fast ein klares "nein" aussprechen, denn in den meisten Fällen geht es um visuelle Qualität am Bildschirm. Unserem Auge ist da relativ egal, wieviele Pixel das Bild in voller Größe hat, es wird sowieso auf den Monitor beschränkt oder verkleinert ("skaliert"). Will man große Fotoabzüge von einem digitalen Bild machen, dann ist das Ergebnis eines Bildes mit mehr Bildpunkten sichtbar weniger "verpixelt" und feiner für das Auge. Was aber nützt ein riesen Bild, wenn die Farben unnatürlich und leblos sind oder sogar verwischt, wenn sie miteinander verschwimmen, wenn keine scharfen Linien erkennbar sind oder das Bild "verrauscht" also mit kleinen bunten Flecken überzogen ist, wenn das Bild einfach nicht so aussieht, wie die Realität? Es gibt also für das Auge wesentliche wichtigere Aspekte. Nicht die Pixelanzahl, sondern die Qualität (*) des Sensors ist dafür entscheidend (neben der Qualität der Optik natürlich). Gerade bei höherer Lichtempfindlichkeit (ISO200, ISO400 oder sogar höher) trennt sich die Spreu vom Weizen. Vor allem verhältnismäßig kleine Sensoren mit großer Pixelanzahl (= hohe "Pixeldichte") verursachen dann ein extrem rauschendes, fleckiges Bild. Hier einige gängige Sensorgrößen mit den dazugehörigen, meist unbekannten realen Abmessungen:
Brennweite und ZoomfaktorEin wenig Aufklärung über Brennweite, Zoom und Vergrößerung gefällig? Wie muss man Brennweite, äquiv. Brennweite und 10-fach Zoom verstehen?Man muss zunächst wissen, dass sich sämtliche Angaben und Vergleichsgrößen auf den 35mm Kleinbild-Film (KB) beziehen, denn die Vergrößerung ist von der Brennweite UND der Fläche abhängig, auf der das Bild entsteht. Bei analoger Fotografie war es der Film, bei digitaler ist es der Bildsensor. Unsere Referenz ist also der 35mm Kleinbildfilm mit einer belichtbaren Fläche von 36mm x 24mm. Ein Objektiv mit einer Brennweite von beispielsweise 35mm lässt das Licht also so auf den Film fallen, dass von einem Objekt ein bestimmter Bildausschnitt zu sehen ist. Bauen wir nun hinter diese Optik einen (wesentlich kleineren) Bildsensor, kann dieser auch nur einen Teil des vorigen Ausschnittes aufzeichnen. Licht, das um ihn herum fällt, kann er natürlich nicht verarbeiten. Bei einem kleineren Bildsensor als dem 35mm Film bekämen wir also einen völlig anderen Bildausschnitt aus der Realität bei selber Brennweite. Man setzt vor ihn also eine Linse, mit kleinerer Brennweite, die denselben Ausschnitt jetzt kleiner abbildet, der dann wiederum voll auf den Bildsensor fällt. Kleinere Brennweite - gleicher Ausschnitt. Die äquivalenten Brennweiten unterschiedlicher Sensoren verhalten sich dabei genauso, wie die ihre Diagonalen. Heißt: Ist die Diagonale von Sensor A doppelt so groß, wie von Sensor B, braucht er auch die doppelte Brennweite, um denselben Bildausschnitt einzufangen. Beispiel: Das Zoom-Objektiv meiner S6500fd vereint Brennweiten von 28mm bis 300mm. Das sind die 35mm Äquivalenten. Ihre tatsächlichen, physikalischen Brennweiten reichen von 6,2mm bis 66,7mm. Ihr Sensor hat eine Diagonale von 9,5mm (Tabelle oben). Also steht er dem 35mm Film, der eine 43mm Diagonale hat im Verhältnis 1:4,5 entgegen. (43 : 9,5 = 4,5). 4,5 nennt man hier aauch den "Cropfactor". Multipliziert man jetzt ihre nativen Brennweiten mit diesem Faktor, erhält man die 35mm Äquivalenten und somit mit anderen Systemen vergleichbare Werte. Der Zoomfaktor ist dabei nichts anderes als das Verhältnis von größter zu kleinster Brennweite. (66,7 : 6,2 = 10,7). Der Faktor alleine sagt also zunächst nichts darüber aus, wie nah eine Kamera Objekte "heranholen" kann, man muss dazu immer wissen "wo fängt sie eigentlich mit dem Zoomen an?". Ein Objektiv mit 28mm bis 300mm (10,7x) vergrößert bei maximalem Zoom genauso stark wie ein 35mm bis 300mm (8.5x) bei maximalem Zoom, aber weil es bis 28mm runter geht, ist sein Zoombereich ein größerer, darum auch der höhere Zoomfaktor. Warum aber vergrößert eine größere Brennweite überhaupt? Die Vergrößerung wird dadurch erreicht, das man einen kleineren Bildausschnitt auf dieselbe Fläche projiziert (die Sensorfläche). Man stelle sich vor, die Optik wirft einen Kirchturm genau von oben bis unten auf die Sensorfläche. Was wir später am Monitor sehen, ist der gesamte Turm. Wählen wir jetzt eine Optik, die das projizierte Bild so groß macht, dass nur noch z.B. ein Fenster des Turms auf dem Sensor Platz hat (kleinerer Bildausschnitt auf derselben Fläche), sieht man später auf dem Monitor nur noch das Fenster, wie es sich über das gesamte Bild überstreckt. Das Fenster ist "herangezoomed". Die Vergrößerung des Abbildes ist eine physikalische Erscheinung, wenn man die Brennweite vergrößert. Sehr schön selber ausprobieren kann man dies hier: Optische Bank |
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| Version 10.0 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||